Das ensemble-netzwerk ist eine Bewegung, aber auch ein eigetragener, gemeinnütziger Verein. Es vernetzt die Theaterschaffenden miteinander und setzt sich für die Arbeitsbedingungen am Stadttheater und dessen künstlerische Zukunft ein. Es betreibt Vermittlungsarbeit zwischen Gewerkschaft, Deutschem Bühnenverein, Intendantengruppe, Politik, Künstler*innen und benachbarten Berufsverbänden.

Das Ziel des ensemble-netzwerks ist es, dass sich an den öffentlich geförderten Theatern gute betriebliche Bedingungen für die Künstler*innen durchsetzen, dass Mitbestimmung und Transparenz Einzug halten und dass Künstler*innen angemessen bezahlt werden.  Und das alles mit der Vision, dass sich die einmalige deutschsprachige Theaterlandschaft ausdehnt, weiterentwickelt und sich ihren Platz in der Gesellschaft zurückerobert.

Strukturen werden von Menschen gemacht, also können Menschen sie auch ändern.  Denn die Freiheit der Kunst, bedeutet nicht Knechtschaft der Künstler*innen. 

 

Lisa Jopt, erste Vorsitzende, geboren 1982, ist die Mitgründerin des ensemble-netzwerks und die Erfinderin der KONFERENZ KONKRET. Sie studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig und war während ihres Studiums Centraltheater Leipzig tätig. Ihr Erstengagement hatte sie am Schauspiel Essen, danach arbeitete sie ein Jahr frei. Von 2014 bis 2017 war sie am Oldenburgischen Staatstheater engagiert. Aktuell ist sie Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum während der Interimzeit von Olaf Kröck und arbietet dort u.a. in den Projekt Rumpel Pumpel Theater. Neben ihrer Vereinstätigkeit ist sie gemeinsam mit Nicola Bramkamp die Initiatorin von Burning Issues, der ersten Konferenz der Theatermacherinnen. Jopt ist Mitglied in der GDBA. 

Sebastian Rudolph, zweiter Vorsitzender, wird 1968 in Berlin geboren und arbeitet derzeit am Thalia Theater Hamburg. Nach seinem Schauspielstudium am Studio Freese ist er, Theaterreisender durch und durch, immer unterwegs. Nur zwischenzeitlich bleibt er länger an einem Ort, bei Christoph Marthaler am Schauspielhaus Zürich. Weitere Engagements führen ihn nach Basel, Wien, Hamburg und immer wieder nach Berlin, wo er an der Schaubühne am Lehniner Platz, am Berliner Ensemble, dem Deutschen Theater und an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz gastiert. Seit langem begleitet und prägt er Arbeiten von Regisseuren wie Christoph Marthaler, Falk Richter, Stefan Pucher, Schorsch Kamerun und Nicolas Stemann. Auch Luc Bondy, Robert Wilson und Christoph Schlingensief begegnet er, dessen Hamlet er in Zürich spielt. In Kino- und Fernsehproduktionen ist er häufig zu sehen, so erfolgreiche Filme wie "Manta - Der Film", "Der englische Patient" von Anthony Minghella oder "Die Spiegel-Affäre" sind darunter – das Theater aber ist seine Heimat.
In der jährlichen Kritikerumfrage der Zeitschrift „Theater heute“ ist Sebastian Rudolph 2012 zum Schauspieler des Jahres gewählt worden.

Johannes Lange, Schatzmeister, erschien (nach eigenen Angaben) das erste Mal am 8.5.1989 in Rostock auf der Bildfläche. Nach zwanzig Jahren des Haderns entschied er sich den Beruf des Schauspielers zu ergreifen. Er studierte am Mozarteum in Salzburg und ist diese Spielzeit noch am Oldenburgischen Staatstheater engagiert. Er arbeitet aktuell parallel dazu als Gast am Schauspielhaus Bochum in der Produktion Rumpel Pumpel Theater. Außerdem ist er Mitglied in der GDBA.

Anica Happich, kooptiertes Vorstandsmitglied und Mitbegründerin des jungen ensemble-netzwerks, wurde 1989 in Magdeburg geboren. Bereits während ihres Abiturs war sie in ersten Engagements am Theater Magdeburg zu sehen, wo sie u. a. mit Jan Jochymski zusammenarbeitete. Vor ihrer Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (Abschlussjahrgang 2016) begann sie ein Studium der Geschichte und Lateinamerikastudien an der Freien Universität Berlin und arbeitete in Bolivien für das Theaterprojekt Tres Soles mit Straßenkindern zusammen. Während ihres Schauspielstudiums gastierte sie am Schauspiel Frankfurt und am Badischen Staatstheater Karlsruhe.

Seit der Spielzeit 2016/17 ist Anica Happich festes Ensemblemitglied am Theater Bielefeld. 

Thomas Schmidt, kooptiertes Vorstandsmitglied, ist Professor und Direktor des Master-Studiengangs Theater- und Orchestermanagement an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Er ist sowohl Gründungsmitglied des Vereins als auch kooptiertes Mitglied im Vorstand

Schmidt studierte Sprach-, Literatur- und Wirtschaftswissenschaften und arbeitete im Anschluss in verschiedenen Tätigkeiten am Theater als Dramaturg, Autor und Produzent, wie auch in der Wirtschaft.
2002 gründete er mit Schauspielern und Bürgern der Stadt Erfurt das freie Ensemble Neues Schauspiel Erfurt, das seitdem in verschiedenen Spielstätten mehr als 30 Produktionen herausbrachte.
Von 2003 bis 2013 war Schmidt Direktor des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar, in der Spielzeit 2012/13 übernahm er zusätzlich deren Intendanz. Das Nationaltheater Weimar war mehrfach mit seinen Produktionen auf dem Berliner Theatertreffen vertreten und erhielt Preise für Uraufführungen in Mühlheim, wie auch für seine mit Arthaus koproduzierte Aufführung des Ring des Nibelungen. Schmidt ist zudem Mitglied der Shakespeare-Gesellschaft, deren Vorstand er lange angehörte, Mitglied der Dramaturgischen Gesellschaft und des Vorstandes der Hessischen Theaterakademie. Er ist assoziiertes Mitglied des Department of Visual and Environmental Arts der Harvard University. Schmidt hat in der jüngeren Zeit vor allem zu den Themen Krisenmanagement und Reformen publiziert. Sein aktuelles Buch heißt Theater Krise und Reform

Sören Fenner, Vorstandsmitglied, Gründer und Geschäftsführer von Theapolis. Ausbildung zum Schauspieler in Hamburg, Anfängerengagement am Landestheater Coburg, dann Vereinigte Bühnen Wien. Insgesamt in zehn Jahren alles erlebt, was der Beruf zu bieten hat: Tournee, Musicalhäuser, Stadttheater-Gast, Freie Szene, Festivals. Dozent an Hochschulen und Privatschulen.
Seit 2000 Netzwerker für bessere Arbeitsmöglichkeiten und Bedingungen: Gründung theaterjobs.de, Theater-Tafel Netzwerktreffen in Hamburg und Berlin, Gründungsmitglied LAFT Berlin, Vorstandsmitglied DfDK Hamburg, Gründungsmitglied art but fair. Sieben Jahre in wichtigen Ämtern der GDBA, inzwischen ausgetreten, weil dort nichts passiert.
Derzeit: Vorstandsmitglied art but fair, Vorstandsmitglied ensemble-netzwerk. Ziel: Ensembletheater erhalten und angemessene Arbeitsbedingungen für Solisten schaffen.

Ludwig von OttingVorstandsmitglied, geboren 1949 in München, ist ehemaliger Kaufmännischer Direktor des Thalia Theaters und im Vorstand des ensemble-netzwerks.
1975 macht er sein 1. juristisches Staatsexamen. Bis 1977 ist er Regieassistent am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. 1979 folgt das 2. juristische Staatsexamen beim OLG Hamburg. 1979 und 1980 ist er Referent der Schauspieldirektion beim Schauspiel Köln. Von 1981-1983 Kommissarischer Betriebsdirektor und von 1983-1985 ordentlicher Betriebsdirektor am Schauspiel Köln.
Von 1985-1991 ist Ludwig von Otting Künstlerischer Betriebsdirektor am Thalia Theater und bis 2014 dann Kaufmännischer Geschäftsführer.

Laura Kiehne, Referentin des Vorstands, geboren 1988 in Ost-Berlin, Referentin des ensemble-netzwerks. Sie begann bereits mit 17 das Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch”. Nach dem Abschluss ging sie fest ans Schauspiel Essen, wo sie bis 2013 engagiert war. Seit 2013 absolviert sie neben Tätigkeiten für Theater und Film den Master in Dramaturgie in Hamburg. Zuletzt spielte sie am Stadsteater Uppsala und am Schaupiel Essen. Demnächst wird sie in „Babylon Berlin“, Regie: Tom Tykwer zu sehen sein. Kiehne koordiniert die KONFERENZ KONKRET seit ihrer Geburtsstunde.

Franziska Bald, Leiterin der Geschäftsstelle und Projektleiterin, Vita folgt

Jakob Arnold, Gründer des jungen ensemble-netzwerks und des regie-netzwerks. Er ist gebürtiger Oberfranke und studiert nach dem Abitur Theaterwissenschaft, Philosophie und Altgriechisch in München. 2018 schloss er seine  Regie-Ausbildung an der Folkwang Universität der Künste ab. Aktuell läuft seine Abschlussarbeit "Woyzeck" im Prinzregenttheater Bochum.

Mirjam Kuchinke, Gründerin des jungen ensemble-netzwerks, geboren1990 wuchs in Hanau – Steinheim auf. Nach dem Abitur in Berlin gelebt, gearbeitet und drei Semester Erziehungswisschenschaften studiert. Nebenher an Theaterprojekten in der freien Szene gearbeitet, Gründungsmitglied der freien Theatergruppe awesomeblé e.V. Von 2014 – 2018 Schauspielstudium an der Folkwang Universität der Künste, seit April 2018 freie Schauspielerin und mit ihrem eigenen Stück „Paradies Keller“ unterwegs.

Lorenz Nolting, Gründer des jungen ensemble-netzwerks, geboren 1992 in Berlin, spielte u. a. bei der Theatergruppe Departure und beim Jugendclub p14 der Volksbühne Berlin. 2017 beendete er sein Schauspiestudium an der Folkwang Universität der Künste. Neben dem Studium ist er zusammen mit Anne-Kathrine Münnich (Studiengang Regie Folkwang Universiätä der Künste) mit eigenen Projekten auf verschiedenen Festivals zu sehen, unter anderem am Theater Oberhausen und im Ringlokschuppen. 2014 und 2015 wurde er mit einem Deutschlandstipendium gefördert. Aktuell studiert er Regie in Hamburg. 

Sascha Kölzow, Mitglied und Veranstalter der KONFERENZ KONKRET. Er wurde 1982 in Hagen geboren und studierte an der Universität der Künste Berlin und in Sevilla was mit Medien. Währenddessen also Praktika und Projekte. In der Werbebranche, aber auch in diversen Theaterproduktionen in Bochum, Berlin, Zürich, damals noch v.a. spielend. Hospitanzen am Schauspielhaus Zürich und Schauspiel Essen, außerdem Hauptrolle in einem Horrorfilm. 2008 bis 2010 war er Dramaturgieassistent am Schauspiel Essen, wo er u. a. die Spielstätte „Heldenbar“ programmierte, Stadtprojekte organisierte und erste Produktionsdramaturgien übernahm. 2010 wechselte er in gleicher Funktion ans Schauspielhaus Bochum, ab 2012 war er dort Dramaturg. Von 2014 bis 2017 war er ebenfalls Schauspieldramaturg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, für die Interimsintendanz 2017/18 wechselte er zurück ans Schauspielhaus Bochum. Ab der Spielzeit 2018 wird der als Dramaturg ans Staatstheater Nürnberg gehen. Kölzow ist Mitinitiator der AG "Stadttheater der Zukunft" innerhalb der Dramaturgischen Gesellschaft. 

Pirmin Sedlmeir, Vereinsgründungsmitglied, geboren 1987. Sedlmeir, aufgewachsen am Starnberger See, absolvierte 2014 sein Schauspielstudium, nach einer abgebrochenen Bierbrauerlehre, an der Universität der Künste Berlin. Er spielte bereits am Hans Otto Theater Potsdam, am Maxim Gorki Theater, am Schauspielhaus Hamburg, am Oldenburgischen Staatstheater sowie bei den Luisenburger Festspielen, wo er 2014 mit dem Nachwuchsförderpreis ausgezeichnet wurde. 2016 wurde er von der Zeitschrift "Theater heute" zum Nachwuchsschauspieler des Jahres nominiert. Aktuell ist er Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum und u. a. an der Produktion Rumpel Pumpel Theater beteiligt, wo er neben der Stückentwicklung auch eigene Songs schreib.  

Gregor Sturm, Vereinsgründungsmitglied, und im Vorstand des Bund der Szenografen. Er studierte Architektur in Berlin, Mailand und München und absolvierte einen Masterstudiengang für Bühnen- und Kostümbild in Berlin. Neben seiner Tätigkeit als Architekt arbeitet er seit 2005 an verschiedenen Theatern in Deutschland und Europa, u. a. für die Schaubühne am Lehniner Platz, Theaterdiscounter Berlin, das TTZ Graz, Theater Konstanz, Theater Magdeburg, die Münchner Kammerspiele, Oper Tirana, Wiener Kammeroper, Oper Fürth, Oper Halle und die Semperoper Dresden. Sturm konzipierte gemeinsam mit Harald Wolff auf der KONFERENZ KONKRET die Aktion „40.000 Theatermitarbeiter*innen treffen ihre Abgeordneten“.