Die Theaterreform

Das ensemble-netzwerk ist eine Bewegung. Es vernetzt die Theaterschaffenden miteinander und setzt sich für die Arbeitsbedingungen am Stadttheater und dessen künstlerische Zukunft ein. Es betreibt Vermittlungsarbeit zwischen Gewerkschaft, Deutschem Bühnenverein, Intendantengruppe, Politik, Künstler*innen und benachbarten Berufsverbänden.

Das Ziel des ensemble-netzwerks ist es, dass sich an den öffentlich geförderten Theatern gute betriebliche Bedingungen für die Künstler*innen durchsetzen, dass Mitbestimmung und Transparenz Einzug halten, dass Künstler*innen angemessen bezahlt werden und gute betriebliche Bedingungen haben.  Und das alles mit der Vision, dass sich die einmalige deutschsprachige Theaterlandschaft ausdehnt, weiterentwickelt und sich ihren Platz in der Gesellschaft zurückerobert.

Strukturen werden von Menschen gemacht, also können Menschen sie auch ändern. 

Freiheit der Kunst, bedeutet nicht Knechtschaft der Künstler*innen. 

 

Lisa Jopt, geboren 1982, ist die Mitgründerin des ensemble-netzwerks und die Erfinderin der KONFERENZ KONKRET. Sie studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig und war während ihres Studiums Centraltheater tätig. Ihr Erstengagement hatte sie am Schauspiel Essen, danach arbeitete sie ein Jahr frei. Seit 2014 ist sie am Oldenburgischen Staatstheater engagiert. Jopt verlässt zur neuen Spielzeit Oldenburg und wechselt für die Interimsintendanz 2017/18 ans Schauspielhaus Bochum. Sie ist die Vorsitzende des Vorstands des ensemble-netzwerks, Mitglied in der GDBA und Intendantin der Bingo Bongo Bude.

Johannes Lange erschien (nach eigenen Angaben) das erste Mal am 8.5.1989 in Rostock auf der Bildfläche. Nach zwanzig Jahren des Haderns entschied er sich den Beruf des Schauspielers zu ergreifen. Er studierte am Mozarteum in Salzburg und ist heute am Oldenburgischen Staatstheater engagiert. Lange ist im Vorstand des ensemble-netzwerks der Schatzmeister. Außerdem ist er Mitglied in der GDBA.

Sebastian Rudolph wird 1968 in Berlin geboren und arbeitet derzeit am Thalia Theater Hamburg. Nach seinem Schauspielstudium am Studio Freese ist er, Theaterreisender durch und durch, immer unterwegs. Nur zwischenzeitlich bleibt er länger an einem Ort, bei Christoph Marthaler am Schauspielhaus Zürich. Weitere Engagements führen ihn nach Basel, Wien, Hamburg und immer wieder nach Berlin, wo er an der Schaubühne am Lehniner Platz, am Berliner Ensemble, dem Deutschen Theater und an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz gastiert. Seit langem begleitet und prägt er Arbeiten von Regisseuren wie Christoph Marthaler, Falk Richter, Stefan Pucher, Schorsch Kamerun und Nicolas Stemann. Auch Luc Bondy, Robert Wilson und Christoph Schlingensief begegnet er, dessen Hamlet er in Zürich spielt. In Kino- und Fernsehproduktionen ist er häufig zu sehen, so erfolgreiche Filme wie "Manta - Der Film", "Der englische Patient" von Anthony Minghella oder "Die Spiegel-Affäre" sind darunter – das Theater aber ist seine Heimat.
In der jährlichen Kritikerumfrage der Zeitschrift „Theater heute“ ist Sebastian Rudolph 2012 zum Schauspieler des Jahres gewählt worden. Er ist der zweite Vorsandsvorsitzende des ensemble-netzwerks.

Sören Fenner, Gründer und Geschäftsführer von Theapolis. Ausbildung zum Schauspieler in Hamburg, Anfängerengagement am Landestheater Coburg, dann Vereinigte Bühnen Wien. Insgesamt in zehn Jahren alles erlebt, was der Beruf zu bieten hat: Tournee, Musicalhäuser, Stadttheater-Gast, Freie Szene, Festivals. Dozent an Hochschulen und Privatschulen.
Seit 2000 Netzwerker für bessere Arbeitsmöglichkeiten und Bedingungen: Gründung theaterjobs.de, Theater-Tafel Netzwerktreffen in Hamburg und Berlin, Gründungsmitglied LAFT Berlin, Vorstandsmitglied DfDK Hamburg, Gründungsmitglied art but fair. Sieben Jahre in wichtigen Ämtern der GDBA, inzwischen ausgetreten, weil dort nichts passiert.
Derzeit: Vorstandsmitglied art but fair, Vorstandsmitglied ensemble-netzwerk. Ziel: Ensembletheater erhalten und angemessene Arbeitsbedingungen für Solisten schaffen.

Ludwig von Otting, geboren 1949 in München, ist ehemaliger Kaufmännischer Direktor des Thalia Theaters und im Vorstand des ensemble-netzwerks.
1975 macht er sein 1. juristisches Staatsexamen. Bis 1977 ist er Regieassistent am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. 1979 folgt das 2. juristische Staatsexamen beim OLG Hamburg. 1979 und 1980 ist er Referent der Schauspieldirektion beim Schauspiel Köln. Von 1981-1983 Kommissarischer Betriebsdirektor und von 1983-1985 ordentlicher Betriebsdirektor am Schauspiel Köln.
Von 1985-1991 ist Ludwig von Otting Künstlerischer Betriebsdirektor am Thalia Theater und bis 2014 dann Kaufmännischer Geschäftsführer.

Laura Kiehne, geboren 1988 in Ost-Berlin, Referentin des ensemble-netzwerks. Sie begann bereits mit 17 das Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch”. Nach dem Abschluss ging sie fest ans Schauspiel Essen, wo sie bis 2013 engagiert war. Seit 2013 absolviert sie neben Tätigkeiten für Theater und Film den Master in Dramaturgie in Hamburg. Zuletzt spielte sie am Stadsteater Uppsala und am Schaupiel Essen. Demnächst wird sie in „Babylon Berlin“, Regie: Tom Tykwer zu sehen sein. Kiehne koordiniert die KONFERENZ KONKRET seit ihrer Geburtsstunde.

Sascha Kölzow Sascha Kölzow wurde 1982 in Hagen geboren und studierte an der Universität der Künste Berlin und in Sevilla was mit Medien. Währenddessen also Praktika und Projekte. In der Werbebranche, aber auch in diversen Theaterproduktionen in Bochum, Berlin, Zürich, damals noch v.a. spielend. Hospitanzen am Schauspielhaus Zürich und Schauspiel Essen, außerdem Hauptrolle in einem Horrorfilm. 2008 bis 2010 war er Dramaturgieassistent am Schauspiel Essen, wo er u. a. die Spielstätte „Heldenbar“ programmierte, Stadtprojekte organisierte und erste Produktionsdramaturgien übernahm. 2010 wechselte er in gleicher Funktion ans Schauspielhaus Bochum, ab 2012 war er dort Dramaturg. Von 2014 bis 2017 ist er Schauspieldramaturg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, für die Interimsintendanz 2017/18 wechselt er zurück ans Schauspielhaus Bochum. Kölzow ist Mitinitiator und -durchführer der KONFERENZ KONKRET.

Pirmin Sedlmeir, geboren 1987, ist Gründungsmitglied des Vereins ensemble-netzwerk. Sedlmeir, aufgewachsen am Starnberger See, absolvierte 2014 sein Schauspielstudium, nach einer abgebrochenen Bierbrauerlehre, an der Universität der Künste Berlin. Er spielte bereits am Hans Otto Theater Potsdam, am Maxim Gorki Theater, am Schauspielhaus Hamburg, am Oldenburgischen Staatstheater sowie bei den Luisenburger Festspielen, wo er 2014 mit dem Nachwuchsförderpreis ausgezeichnet wurde. 2016 wurde er von der Zeitschrift "Theater heute" zum Nachwuchsschauspieler des Jahres nominiert. Zur Spielzeit 2017/18 wechselt er ans Schauspielhaus Bochum.

Gregor Sturm ist Gründungsmitglied des Vereins ensemble-netzwerk und im Vorstand des Bund der Szenografen. Er studierte Architektur in Berlin, Mailand und München und absolvierte einen Masterstudiengang für Bühnen- und Kostümbild in Berlin. Neben seiner Tätigkeit als Architekt arbeitet er seit 2005 an verschiedenen Theatern in Deutschland und Europa, u. a. für die Schaubühne am Lehniner Platz, Theaterdiscounter Berlin, das TTZ Graz, Theater Konstanz, Theater Magdeburg, die Münchner Kammerspiele, Oper Tirana, Wiener Kammeroper, Oper Fürth, Oper Halle und die Semperoper Dresden. Sturm konzipierte gemeinsam mit Harald Wolff auf der KONFERENZ KONKRET die Aktion „40.000 Theatermitarbeiter*innen treffen ihre Abgeordneten“.

Thomas Schmidt ist Professor und Direktor des Master-Studiengangs Theater- und Orchestermanagement an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Er ist Gründungsmitglied des Vereins ensemble-netzwerk. Schmidt studierte Sprach-, Literatur- und Wirtschaftswissenschaften und arbeitete im Anschluss in verschiedenen Tätigkeiten am Theater als Dramaturg, Autor und Produzent, wie auch in der Wirtschaft.
2002 gründete er mit Schauspielern und Bürgern der Stadt Erfurt das freie Ensemble Neues Schauspiel Erfurt, das seitdem in verschiedenen Spielstätten mehr als 30 Produktionen herausbrachte.
Von 2003 bis 2013 war Schmidt Direktor des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar, in der Spielzeit 2012/13 übernahm er zusätzlich deren Intendanz. Das Nationaltheater Weimar war mehrfach mit seinen Produktionen auf dem Berliner Theatertreffen vertreten und erhielt Preise für Uraufführungen in Mühlheim, wie auch für seine mit Arthaus koproduzierte Aufführung des Ring des Nibelungen. Schmidt ist zudem Mitglied der Shakespeare-Gesellschaft, deren Vorstand er lange angehörte, Mitglied der Dramaturgischen Gesellschaft und des Vorstandes der Hessischen Theaterakademie. Er ist assoziiertes Mitglied des Department of Visual and Environmental Arts der Harvard University. Schmidt hat in der jüngeren Zeit vor allem zu den Themen Krisenmanagement und Reformen publiziert. Sein aktuelles Buch heißt Theater Krise und Reform.

Timo-Hakim Djebrallah sammelte erste Theatererfahrungen in seiner Heimatstadt am Theater der Stadt Aalen (kleinstes Stadttheater Deutschlands!) und hospitierte, nach ausführlichen Ausflügen ins Gastrogewerbe, in Karlsruhe, Freiburg und Mannheim (Schillertage 2013). Von 2013 bis 2015 war er am Staatstheater Braunschweig als Regieassistent engagiert. Beim ensemble-netzwerk ist Djebrallah fast seit der Gründung mit dabei und kümmert sich um technische und redaktionelle Angelegenheiten.