Burning Issues meets Theatertreffen

Vom 17. - 19. Mai 2019 Berlin

Eine Konferenz zu Gender(Un)Gleichheit

BIGGER, BETTER, BOMBIGER

Dieses Jahr wird BURNING ISSUES dort zu verankert, wo sie alle sind oder gerne wären: beim Berliner Theatertreffen.

Am letzten Wochenende des renommierten Festivals, 17. Mai bis 19. Mai 2019, wird BURNING ISSUES MEETS THEATERTREFFEN im Haus der Berliner Festspiele, der UdK und dem Kino Delphi stattfinden.

BURNING ISSUES MEETS THEATERTREFFEN

 

Im vergangenen Jahr mischte die von Nicola Bramkamp und Lisa Jopt initiierte 1. Konferenz der Theatermacher*innen „Burning Issues“ mit den Themen Geschlechtergerechtigkeit und Diversität in den Darstellenden Künsten den Theaterbetrieb gehörig auf. Auch der kurz danach präsentierte Themenschwerpunkt „UNLEARNING Patriarchat“ des Theatertreffens fragte nach strukturellem Sexismus, Machtasymmetrien im Alltag und starren Rollenbildern. Was sind die nächsten Schritte? Wo kann man von internationalen Kulturschaffenden lernen? Und wie sehen gute Zukunftsmodelle aus? Mit Keynotes, Panels, performativen Sessions, Workshops sowie Netzwerkveranstaltungen forschen Burning Issues und das Theatertreffen dieses Jahr in drei intensiven Tagen gemeinsam nach Strategien für eine gerechtere und buntere Welt.

 

Freitag, 17.5.

Haus der Berliner Festspiele, Kassenhalle und Garten

 

19:30 - 21:30 Akkreditierung

 

20:30 Sister Session. LADIES ONLY!

Begrüßung mit Nicola Bramkamp, Yvonne Büdenhölzer, Lisa Jopt

Showing des Films THIRTY BURNING SECONDS


23:00 Burning Issues meets Theatertreffen Eröffnungs-Party

Mit CIN CIN und DJ Lars Eidinger.

Bornemann Bar

CIN CIN & Autistic Disco küssen Burning Issues: Drei exklusive, dionysische Stunden. An den Turntables gießt DJ Lars Eidinger edelstes musikalisches Öl in unser Feuer. Die interdisziplinäre Partyreihe CIN CIN (Mareike Hein und Philipp Basener) lädt zu Trash und Taumel. Ein queerer Ausnahmezustand auf der Suche nach Diversität und Liebe.

Come as you are, but kinky is fine. ALL GENDERS WELCOME.

 

ab 19.30 Everybody is Vogue! Jeder kann Titelbild! Im Zeitalter von Selfies, Instagram und Selbstvermarktung darf natürlich niemand die Konferenz ohne ein sparkling Picture verlassen. Fotografin Sophie Wanninger schießt mit euch das Burning-Issues-Titelcover.

 

Samstag, 18.5

Delphi Filmpalast

 

10.30              Begrüßung Nicola Bramkamp, Yvonne Büdenhölzer, Lisa Jopt

 

10.45              Key Note:  Charlotte Roche

 

11.15              Let the Fame grow: Projekt Schooriil mit den Scheißspielerinnen Anne Haug & Melanie Schmidli

 

11.30              Panel: Somewhere over the Glass Ceiling

 

Maria Fleming (Künstlerische Leiterin, Dublin Theatre Festival #wakethefeminist)

Nele Hertling (Direktorin Sektion Darstellende Künste, Akademie der Künste, Berlin)

Barbara Mundel (design. Intendantin Münchner Kammerspiele)

Nina Röhlcke (Kulturattachée der Schwedischen Botschaft, Berlin)

Franziska Werner (Künstlerische Leiterin der Sophiensaele, Berlin)

Moderation: Margarita Tsomou (Missy Magazin)

 

Nach einer kurzen Begrüßung geht es los mit einer Keynote von Charlotte Roche, die ein Schlaglicht auf den Status quo des Feminismus wirft: Wozu brauchen wir Feminismus und was brauchen feministische Bewegungen von uns, um in der Zukunft tragfähig zu sein? Darauf antworten in einem kurzen künstlerischen Beitrag die selbsternannten „Scheißspielerinnen“ Anne Haug und Melanie Schmidli von Projekt Schooriil – ausgewiesene Feminismus ­Expertinnen, wahre Bühnenviecher und Stars zum Anfassen. Und schließlich geht es ans Eingemachte: Im Gespräch „Somewhere over the Glass Ceiling“ fragen wir: Wie kann man Gleichberechtigung am Theater herstellen? Dafür sprechen wir mit Frauen, die sich auf unterschiedliche Weise in Führungspositionen für mehr Genderequality und Diversität im Kulturbetrieb eingesetzt haben und durch „best practice“ zu einem gerechteren Theater beitragen.

13.00 - 14.30 Mittagspause im Haus der Berliner Festspiele

 

 

Runde 1

14:30 – 16:00

#1 Henrike Iglesiasʼ feministisches Performance Bootcamp
In Henrike Iglesiasʼ feministischem Performance Bootcamp üben wir uns in der feministischen Arbeit mit feministischem Material und werden feministische Autorinnen unserer eigenen feministischen Performances. Was heißt es, als Feministin auf die Bühne zu gehen? Was ist eine Feministin? Und was ist eine Bühne?
Mit: Henrike Iglesias

#2 Adoption ist auch eine Lösung
Theatermachen ist familienunfreundlich. Allabendliche Kinderbetreuung, Babysitter*innenkosten – und noch immer können Eltern in der Elternzeit nichtverlängert werden. Welche „best practice“-Beispiele gibt es bereits? Und warum steht der Schutz vor Nichtverlängerung noch nicht im Tarifvertrag? Eine Diskussion über die nächsten Schritte.
Mit: Barbara Frazier (Theaterpädagogin), Hasko Weber (Intendant Deutsches Nationaltheater Weimar, Vorsitzender Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein), Katja Wetzel (Bühnen- und Kostümbildnerin, Vorstand Bund der Szenografen)
Moderation: Felicitas Zürcher (Leitende Dramaturgin Düsseldorfer Schauspielhaus)

#3 Sex Macht Geld
Wie sieht es aus mit den Strukturen in den Theatern und unserer Branche überhaupt? Was ist vorangekommen in den letzten zwölf Monaten? Und was muss noch passieren? In einem gemischten Panel mit Reformvertreter*innen und Zeug*innen des Alltags tiefenprüfen wir die aktuellen Strukturen in den Theatern und unserer Branche.
Mit: Florian Fiedler (Regisseur, Intendant Theater Oberhausen), Johannes Lange (Schauspieler, Vorstand ensemble-netzwerk), Hanna Werth (Schauspielerin, Schauspielhaus Düsseldorf)
Moderation: Sascha Kölzow (Dramaturg Staatstheater Nürnberg)

#4 Luise, ihr Freund und dem sein Vater seine Probleme 
Frauenrollen, Geschlechterbilder und Feminismus in der (Theater-) Literatur. Wir sind im Gespräch mit Autor*innen zur Zukunft der Rollen(-bilder), Themen und Formen auf der Bühne.
Mit: Maria Milisavljevic (Autorin), Darja Stocker (Autorin), John von Düffel (Autor, Dramaturg, Leiter Studiengang Szenisches Schreiben, Universität der Künste Berlin)

#5 Performance as Witchcraft 
Theater und Performance als magische Rituale zu betrachten bedeutet, sie als real stattfindende Aktionen in ihrer Wirkungs- und Handlungsmacht ernst zu nehmen. Sie sind Verhaltensrevolte und Counterculture zum passiven Nihilismus einer esoterischen Love & Light-Bewegung oder einem Rückzug in ästhetische Utopien, vorausgesetzt, dass sie nicht inhaltsleer in einem Zitat des Rituals verbleiben. In englischer Sprache.
Mit: Antje Prust (Performerin)

#6 Did someone say Intersectionality?
Ein Gespräch zu Klauseln, Quoten und Anlaufstellen gegen Diskriminierung. Bewegungen wie #MeToo und #MeTwo haben gezeigt, dass der Kulturbetrieb kein diskriminierungsfreier Raum ist. Doch im Theaterbetrieb gibt es erste Vorstöße, um Arbeitsstrukturen gerechter zu machen. Wir wollen über die Anti-Rassismus-Klausel, die Chancen von Quotenregelungen und die Notwendigkeit von Anlaufstellen gegen Diskriminierung sprechen.
Mit: Diversity Arts Culture und Gästen
Logo Diversity Arts Culture

#7 She She Pop
Der Name ist Programm! She She Pop gehören zu den internationalen Aushängeschildern des experimentellen feministischen Theaters. Mit ihrer aktuellen Produktion „Oratorium“ sind sie zum Theatertreffen eingeladen und die diesjährigen Preisträger*innen des Berliner Theaterpreises. Die Performerinnen Fanni Halmburger und Ilja Papatheodorou zeigen uns in ihrem Workshop, wie kollektives Arbeiten funktionieren kann.
Mit: Fanni Halmburger (Performerin), Ilja Papatheodorou (Performerin)

#8 Jetzt wird in die Hände gespuckt I
Cornelie Kunkat vom Projektbüro „Frauen in Kultur & Medien“ des Deutschen Kulturrats stellt Zahlen, Daten und Fakten der Studie „Frauen in Kultur und Medien vor“ und spricht über Female Empowerment und Mentoringprogramme und -modelle. Dieser Workshop findet in beiden Runden statt.
Mit: Cornelie Kunkat (Leiterin Projektbüro „Frauen in Kultur & Medien“)

#9 Bitte kommen Sie in hohen Schuhen!
Bis vor kurzem musste man an vielen Schauspielschulen mindestens eine Rolle in Rock und Absätzen vorsprechen. Wie nehmen Studierende die Kluft zwischen Tradition und Geschlechtergerechtigkeit wahr? Und wie läuft es überhaupt später am Theater? Marion Hirte im Gespräch mit Studierenden und Ausbildungsleiter*innen über Genderfragen im Ausbildungsprozess.
Mit: Marion Hirte (Dramaturgin, Leiterin Studiengang Schauspiel, Universität der Künste Berlin), Susanna Rydz (stellv. studentische Frauenbeauftragte, Universität der Künste Berlin), Alexander Simon (Prof. Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“)

#10 Digitalität in den Darstellenden Künsten
Ist Digitalisierung der heiße Scheiß des neuen Jahrtausends? Oder ist sie sexistisch, gefährlich und der Untergang der Kreativität? Ein interaktiver Workshop rund um Digitalität, Digitalisierung und Kunst von und mit Marie Helene Anschütz und Marcel Karnapke.
Mit Marie Helene Anschütz (Regisseurin, Kulturbloggerin), Marcel Karnapke (Medienkünstler und Theatermacher)

11 How to be an Ally – Solidarität praktizieren I
Mit einem intersektionalen Ansatz wollen wir Theaterschaffende verbünden und an Strategien für solidarisches Handeln und neuen Formen von Gemeinschaft in hierarchisch geprägten Theaterstrukturen arbeiten. Die Bereitschaft, sich kritisch mit den eigenen Privilegien auseinanderzusetzen, ist dabei Voraussetzung. Dieser Workshop dauert drei Stunden und geht damit über beide Runden. Eine Teilnahme in nur einer Runde ist nicht möglich.
Mit: INITIATIVE für SOLIDARITÄT am THEATER

#12 Not your Gretchen, not your Geisha
Die Theatermacherin Olivia Hyunsin Kim und Filmemacherin Sun-ju Choi untersuchen, womit die Exotisierung und Unsichtbarmachung von Theatermacher*innen mit asiatischer Einwanderungsgeschichte an deutschen Bühnen zusammenhängt. Gibt es strukturelle, systemimmanente Gründe? Und wenn ja, welche sind das?
Mit: Olivia Hyunsin Kim (Theatermacherin), Sun-ju Choi (Filmemacherin)

Runde 2

16:30 – 18:00

#13 Der Chef ist eine Frau
Christina Gassen spricht mit den Leiterinnen unterschiedlicher Kulturinstitutionen über Arbeit, Verantwortung, Herausforderungen und die nächsten Schritte, wenn es heißt: Der Chef ist eine Frau.
Mit: Anna Badora (Intendantin Volkstheater Wien), Amelie Deuflhard (Intendantin Kampnagel, Hamburg), Nadin Deventer (Künstlerische Leiterin Jazzfest Berlin), Christina Schulz (Leitung Bundeswettbewerbe der Berliner Festspiele)
Moderation: Christina Gassen (Referentin Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und Co-Initiatorin von Theater.Frauen)

#14 Itʼs all about Drama
Hamlet, Richard und Henry dominieren die Spielpläne – aber wo sind die großen Rollen für Frauen? Und vor allem: Wo sind die Frauenrollen, die nicht in Abhängigkeit zu einem Mann konzipiert sind? Wieso finden sich so wenige Autorinnen auf den Spielplänen? Und was nutzt uns der Bechdel-Test? Wir sprechen mit Lektorinnen verschiedener Theaterverlage über Gender(un)gerechtigkeit im (Theater-)Literaturbetrieb.
Mit: Ruth Feindel (Suhrkamp Theater Verlag), Sabine Westermaier (rua. Kooperative für Text und Regie), Maren Zindel (Rowohlt Theaterverlag)
Moderation: Theresa Schlesinger (Dramaturgin)

#15 Die undefinierbare Reise von meiner Vulva in dein Gehirn
Gemeinsam mit dem Kollektiv dorisdean sichtbar werden, hörbar werden, spürbar sein. Norm-Körper neu denken und Liebe schenken. Ahoi sagen und sich bewegen.
Mit: dorisdean

#16 Hasta la vista Handwerk
Eine Lecture Performance von Barthelmes/Kaufmann über den Rechtfertigungszwang auf Frauen am Theater und die Frage nach der künstlerischen Freiheit. Als Gäste begrüßen Barthelmes/Kaufmann die Fischstäbch*innen Elsbeth und Kunigunde in einem neuen Stück von Renate Pollesch.
Mit: Barthelmes/Kaufmann

#17 My Body is not an Apology!
Kieron Jina ist queerer, interdisziplinärer Künstler in Johannesburg, Stipendiat des Internationalen Forums und in seiner Kunst darauf spezialisiert, die Grenzen der (Un-)Behaglichkeit zu erweitern. Dieser queere Performance Workshop erkundet Jinas Praxis unmittelbarer Körperlichkeit. In englischer Sprache.

#18 Gretchen, der Depri-Typ mit dem Hund und dem seine Probleme
Frauenrollen, Geschlechterbilder und Feminismus in der (Theater-) Literatur. Wir sind im Gespräch mit Autor*innen zur Zukunft der Rollen(-bilder), Themen und Formen auf der Bühne.
Mit: Sivan Ben Yishai (Autorin), Nele Stuhler (Autorin), Paul Brodowsky (Autor, Prof. Studiengang Szenisches Schreiben, Universität der Künste Berlin)

#19 Jetzt wird in die Hände gespuckt II
Cornelie Kunkat vom Projektbüro „Frauen in Kultur & Medien“ des Deutschen Kulturrats stellt Zahlen, Daten und Fakten der Studie „Frauen in Kultur und Medien vor“ und spricht über Female Empowerment und Mentoringprogramme und -modelle. Dieser Workshop findet in beiden Runden statt.
Mit: Cornelie Kunkat (Leiterin Projektbüro „Frauen in Kultur & Medien“)

#20 Banden Bilden
Ein Workshop von Pro Quote Bühne zum aktuellen Stand der Dinge und den nächsten Schritten.
Mit: Pro Quote Bühne

#21 Reality Check
Was für Frauenfiguren hat das Theater in den letzten zweitausendfünfhundert Jahren hervorgebracht? Und wie spielt man heute eine Frau? „Pretty when you cry“ ist ein aus Texten des Dramenkanons wild zusammen gesampeltes Stück von und mit Barbara Colceriu, Aysima Ergün, Anna Therese Lösch, Milena Arne Schedle und Sarah Yawa Quarshie (Studierende an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“). Im Anschluss an die Performance stehen die Schauspielerinnen Lara-Sophie Milagro und Katrin Wichmann Rede und Antwort im „Reality Check“. Wie spielt man heute eine Frau?
Mit: Barbara Colceriu, Aysima Ergün, Anna Therese Lösch, Milena Arne Schedle, Sarah Yawa Quarshie (Studierende an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“); Lara-Sophie Milagro (Schauspielerin), Katrin Wichmann (Schauspielerin)

#22 Gender-sensibles Theater als Instrument zur Friedensförderung
Was ist gender-sensibles Theater? Und wie kann es zur Friedensbildung eingesetzt werden? In einem Mini-Workshop der partizipatorischen Theatermacherin Natasha Borenko, Stipendiatin des diesjährigen Internationalen Forums und Leiterin des gleichnamigen Forschungsprojekts, heben wir das Thema und unsere Achtsamkeit auf eine internationale Ebene. In englischer Sprache.
Mit: Natasha Borenko (Theatermacherin)

Ende der Academy 18.00

 

Wahnsinnswerke (3sat): Medea, Nora, Drei Schwestern

19:30 Kassenhalle, zwei Stunden, keine Pause, in deutscher Sprache

 

Die 3sat-Reihe „Wahnsinnswerke“ beschäftigt sich mit Klassikern der Theaterliteratur und vergleicht prägende Inszenierungen im Dialog mit Künstler*innen und Wissenschaftler*innen.

 

Treue und Rache, Patriarchat und die Zukunft des Feminismus sowie Sehnsucht und Abschiednehmen sind Themen, die u. a. Stefanie Reinsperger, Idil Baydar, Johanna Wokalek, Susanne Kennedy, Anna Bergmann und Lisa Lucassen anhand der zeitlosen Wahnsinnswerke „Medea“, „Nora“ und „Drei Schwestern“ verhandeln.

 

Medea. Deutschland 2018, 45 Minuten, Regie: Catharina Kleber

Nora. Deutschland 2018, 45 Minuten, Regie: Sylvie Kürsten

Drei Schwestern. Deutschland 2019, 45 Minuten, Regie: Catharina Kleber

 

Gespräch mit Catharina Kleber, Sylvie Kürsten und Mieke Schüller (3sat Genrekoordinatorin Kultur / Performing Arts)

 

Deutsches Theater, Berlin / Malmö Stadsteater

Deutsches Theater Berlin, 19.30 - 21.00 (Eintritt: €23 / 30)

Theatertreffen-Newcomerin Anna Bergmann adaptiert Ingmar Bergmans Experimentalfilm für die Bühne und befragt skeptisch die Konstruktion der weiblichen Identität.

 

21.30 Uhr Die Strippenzieherinnen - Lila Podcast Live Vier Theaterfrauen, die Zeichen setzen: Anna Bergmann lässt am Staatstheater Karlsruhe ausschließlich Frauen auf der großen Bühne inszenieren, Nicola Bramkamp setzte sich am Theater Bonn für die Abschaffung des Gender Pay Gaps ein, Yvonne Büdenhölzer führt 2020 beim Theatertreffen die 50 % Frauenquote ein und Lisa Jopt mobilisiert deutschlandweit Theaterschaffende zu Reformen. Was braucht es, um sich durchzusetzen?

Im Lila Podcast, dem Klassiker unter den feministischen Podcasts, werden aktuelle Themen, Debatten und feministische Baustellen besprochen. Mit Katrin Rönicke

 

Sonntag, 19. Mai Haus der Berliner Festspiele

17 Uhr Grußwort der Staatsministerin für Kultur und Medien Frau Professor Monika Grütters MbB

Filmischer Rückblick Burning Issues Academy

„Wie männlich ist das Theatertreffen?“ Jenny Schrödl (Juniorprofessorin FU Berlin Institut für Theaterwissenschaften) und Katharina Rost (Lehrbeauftragte ebenda)

„Practise What You Preach?!“ Intendant*innen der Häuser der 10er Auswahl

Nach einem Grußwort der Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters MdB, deren Studie „Frauen in Kultur und Medien“ 2016 nicht nur uns, sondern den ge­samten Kulturbetrieb in Bewegung gesetzt hat, blicken wir zurück auf die „Burning Issues Academy“ und teilen unsere Erkenntnisse und Lernerfahrungen.

Im Statement „Wie männlich ist das Theatertreffen?“ richten Jenny Schrödl (Juniorprofessorin FU Berlin Institut für Theaterwissenschaften) und Katharina Rost (Lehrbeauftragte ebenda) einen kritischen Blick auf die Inszenierungen der 10er Auswahl des diesjährigen Theatertreffens. Gibt es so etwas wie eine männliche Ästhetik? Wie wird Weiblichkeit repräsentiert und was ist abwesend?

Und wenn sich schon das Theatertreffen der kritischen Reflexion stellt, sollen auch die Theaterleiter*innen nicht zurückstehen: In der zweiten Ausgabe von „Practise What You Preach?!“ wollen wir es wieder wissen und laden die Intendant*innen der Häuser der 10er Auswahl ein, sich mit uns in den Dialog zu begeben. Wo müssen wir ansetzen, um den Theaterbetrieb geschlechtergerechter und diverser zu gestalten?

Moderation: Janina Benduski und Susanne Burkhardt

 

Jetzt bleibt nur noch: Lippenstifte angespitzt, Ladies and Gents, cause this burning an eternal flame!