Lisa Jopt, erste Vorsitzende, geboren 1982, ist die Mitgründerin des ensemble-netzwerks und die Erfinderin der KONFERENZ KONKRET. Sie studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig und war während ihres Studiums Centraltheater Leipzig tätig. Ihr Erstengagement hatte sie am Schauspiel Essen, danach arbeitete sie ein Jahr frei. Von 2014 bis 2017 war sie am Oldenburgischen Staatstheater engagiert. Im Anschluss ging sie ans Schauspielhaus Bochum während der Interimzeit von Olaf Kröck und erarbeitete dort u.a. die Stückentwicklung Rumpel Pumpel Theater. Außerdem initiierte sie das Triptychon zur Gegenwart der Darstellenden Künste, was seinen Höhepunkt in der Parade der Darstellenden Künste fand. Neben ihrer Vereinstätigkeit ist sie gemeinsam mit Nicola Bramkamp die Initiatorin von Burning Issues, der ersten Konferenz der Theatermacherinnen. Jopt ist Mitglied in der GDBA und arbeitet aktuell freischaffend in Bochum. 

Sebastian Rudolph, zweiter Vorsitzender, wird 1968 in Berlin geboren und arbeitet derzeit am Thalia Theater Hamburg. Nach seinem Schauspielstudium am Studio Freese ist er, Theaterreisender durch und durch, immer unterwegs. Nur zwischenzeitlich bleibt er länger an einem Ort, bei Christoph Marthaler am Schauspielhaus Zürich. Weitere Engagements führen ihn nach Basel, Wien, Hamburg und immer wieder nach Berlin, wo er an der Schaubühne am Lehniner Platz, am Berliner Ensemble, dem Deutschen Theater und an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz gastiert. Seit langem begleitet und prägt er Arbeiten von Regisseuren wie Christoph Marthaler, Falk Richter, Stefan Pucher, Schorsch Kamerun und Nicolas Stemann. Auch Luc Bondy, Robert Wilson und Christoph Schlingensief begegnet er, dessen Hamlet er in Zürich spielt. In Kino- und Fernsehproduktionen ist er häufig zu sehen, so erfolgreiche Filme wie "Manta - Der Film", "Der englische Patient" von Anthony Minghella oder "Die Spiegel-Affäre" sind darunter – das Theater aber ist seine Heimat. In der jährlichen Kritikerumfrage der Zeitschrift „Theater heute“ ist Sebastian Rudolph 2012 zum Schauspieler des Jahres gewählt worden. Zur nächsten Spielzeit wechselt er mit Nicolas Stemann ans Zürcher Schauspielhaus. 

Johannes Lange, Schatzmeister, erschien (nach eigenen Angaben) das erste Mal am 8.5.1989 in Rostock auf der Bildfläche. Nach zwanzig Jahren des Haderns entschied er sich den Beruf des Schauspielers zu ergreifen. Er studierte am Mozarteum in Salzburg und ist diese Spielzeit noch am Oldenburgischen Staatstheater engagiert. Er arbeitete als Gast am Schauspielhaus Bochum in der Produktion Rumpel Kumpel Theater und ist nun freischaffend tätig. Außerdem ist er Mitglied in der GDBA.

Anica Happich, Vorstandsmitglied und Mitbegründerin des jungen ensemble-netzwerks, wurde 1989 in Magdeburg geboren. Bereits während ihres Abiturs war sie in ersten Engagements am Theater Magdeburg zu sehen, wo sie u. a. mit Jan Jochymski zusammenarbeitete. Vor ihrer Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (Abschlussjahrgang 2016) begann sie ein Studium der Geschichte und Lateinamerikastudien an der Freien Universität Berlin und arbeitete in Bolivien für das Theaterprojekt Tres Soles mit Straßenkindern zusammen. Während ihres Schauspielstudiums gastierte sie am Schauspiel Frankfurt und am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Seit der Spielzeit 2016/17 ist Anica Happich festes Ensemblemitglied am Theater Bielefeld. Ab der Spielzeit 2017/2018 wechselt sie ans Theater Basel. 

Thomas Schmidt, Vorstandsmitglied, ist Professor und Direktor des Master-Studiengangs Theater- und Orchestermanagement an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Er ist sowohl Gründungsmitglied des Vereins als auch kooptiertes Mitglied im Vorstand

Schmidt studierte Sprach-, Literatur- und Wirtschaftswissenschaften und arbeitete im Anschluss in verschiedenen Tätigkeiten am Theater als Dramaturg, Autor und Produzent, wie auch in der Wirtschaft.
2002 gründete er mit Schauspielern und Bürgern der Stadt Erfurt das freie Ensemble Neues Schauspiel Erfurt, das seitdem in verschiedenen Spielstätten mehr als 30 Produktionen herausbrachte.
Von 2003 bis 2013 war Schmidt Direktor des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar, in der Spielzeit 2012/13 übernahm er zusätzlich deren Intendanz. Das Nationaltheater Weimar war mehrfach mit seinen Produktionen auf dem Berliner Theatertreffen vertreten und erhielt Preise für Uraufführungen in Mühlheim, wie auch für seine mit Arthaus koproduzierte Aufführung des Ring des Nibelungen. Schmidt ist zudem Mitglied der Shakespeare-Gesellschaft, deren Vorstand er lange angehörte, Mitglied der Dramaturgischen Gesellschaft und des Vorstandes der Hessischen Theaterakademie. Er ist assoziiertes Mitglied des Department of Visual and Environmental Arts der Harvard University. Schmidt hat in der jüngeren Zeit vor allem zu den Themen Krisenmanagement und Reformen publiziert. Sein aktuelles Buch heißt Theater Krise und Reform

Sören Fenner, Vorstandsmitglied, Gründer und Geschäftsführer von Theapolis. Ausbildung zum Schauspieler in Hamburg, Anfängerengagement am Landestheater Coburg, dann Vereinigte Bühnen Wien. Insgesamt in zehn Jahren alles erlebt, was der Beruf zu bieten hat: Tournee, Musicalhäuser, Stadttheater-Gast, Freie Szene, Festivals. Dozent an Hochschulen und Privatschulen.
Seit 2000 Netzwerker für bessere Arbeitsmöglichkeiten und Bedingungen: Gründung theaterjobs.de, Theater-Tafel Netzwerktreffen in Hamburg und Berlin, Gründungsmitglied LAFT Berlin, Vorstandsmitglied DfDK Hamburg, Gründungsmitglied art but fair. Sieben Jahre in wichtigen Ämtern der GDBA, inzwischen ausgetreten, weil dort nichts passiert.
Derzeit: Vorstandsmitglied art but fair, Vorstandsmitglied ensemble-netzwerk. Ziel: Ensembletheater erhalten und angemessene Arbeitsbedingungen für Solisten schaffen.

Ludwig von OttingVorstandsmitglied, geboren 1949 in München, ist ehemaliger Kaufmännischer Direktor des Thalia Theaters und im Vorstand des ensemble-netzwerks.
1975 macht er sein 1. juristisches Staatsexamen. Bis 1977 ist er Regieassistent am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. 1979 folgt das 2. juristische Staatsexamen beim OLG Hamburg. 1979 und 1980 ist er Referent der Schauspieldirektion beim Schauspiel Köln. Von 1981-1983 Kommissarischer Betriebsdirektor und von 1983-1985 ordentlicher Betriebsdirektor am Schauspiel Köln.
Von 1985-1991 ist Ludwig von Otting Künstlerischer Betriebsdirektor am Thalia Theater und bis 2014 dann Kaufmännischer Geschäftsführer.

Laura Kiehne,Vorstandsmitglied & Pressereferentin. Geboren 1988 in Ost-Berlin, begann sie bereits mit 17 das Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch”. Nach dem Abschluss ging sie fest ans Schauspiel Essen, wo sie bis 2013 engagiert war. Im Anschluss absolvierte sie neben Tätigkeiten für Theater und Film den Master in Dramaturgie an der HfMT Hamburg. Zuletzt spielte sie am Stadsteater Uppsala, dem Schaupiel Essen und am Renaissance Theater Berlin und übernahm eine durchgehende Nebenrolle in „Babylon Berlin“, Regie: Tom Tykwer. Kiehne koordiniert den Think Tank des ensemble-netzwerks, die Konferenz Konkret, seit ihrer Geburtsstunde.

Franziska Bald, Leiterin der Geschäftsstelle und Projektleiterin, wurde in Wittgenstein geboren. Eine Dramaturgieassistenz führte sie ans Schauspiel Essen, danach studierte sie Germanistik und Kunstpädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ab 2014 diverse Regiehospitanzen, u.a. am Theater Dortmund und am Oldenburgischen Staatstheater, wo sie daraufhin zwei Jahre als Regieassistentin arbeitete. Seit Spielzeit 2017 ist sie freiberuflich als Produktionsleiterin des Rumpel Pumpel Theaters und als Geschäftsführerin sowie Projektleiterin des ensemble-netzwerks tätig.